Don Bosco Schwestern

Wir Don Bosco Schwestern sind eine Ordensgemeinschaft, die sich in besonderer Weise für Kinder, Jugendliche und Familien einsetzt.

In unserem Tun richten wir uns an Johannes Bosco (1815 - 1888) und Maria Mazzarello (1837 - 1881) aus. Sie haben unsere Gemeinschaft 1872 ins Leben gerufen. Mit Blick auf unsere Ordensgründer und die Zeit, in der wir leben, halten wir unseren Auftrag lebendig.

Seit 1959 sind wir Don Bosco Schwestern in Baumkirchen. Wir erwarben den Ansitz Wohlgemutsheim mit der kleinen Kapelle von Bernhard Graf von Galen. Nach umfassenden Sanierungsarbeiten im Wohnbereich wurde ein Kindergarten und Exerzitienhaus errichtet. Von 2009 bis 2013 wurde der gesamte Standort umstrukturiert und von Grund auf erneuert.

In unserer Gemeinschaft leben derzeit sechs Don Bosco Schwestern. Gemeinsam tragen wir im Sinne eines Familienbetriebs Verantwortung für unser Geistliches Zentrum „Schloss Wohlgemutsheim“ sowie für Kindergarten und Hort. Unterstützt werden wir durch unsere angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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Seit 2014 bewohnt der emeritierte Erzbischof von Salzburg, Dr. Alois Kothgasser SDB, einen Teil des Hauses. Er nimmt innerhalb und außerhalb unserer Diözese vielfältige Aufgaben wahr. Wenn möglich, feiert er mit unserer Gemeinschaft die hl. Messe. 

Unsere Spiritualität ist eine Spiritualität des Alltags. Sie orientiert sich an der Art und Weise, wie Johannes Bosco und Maria Mazzarello das Evangelium Jesu Christi verstanden und gelebt haben. Dabei war ihnen die Sorge um die Kinder und Jugendlichen ein großes Anliegen. Wie Jesus, der in der Bibel als "guter Hirt" beschrieben wird, sind sie an der Seite der jungen Menschen gewesen. 

Heute sind wir Don Bosco Schwestern weltweit für junge Menschen und ihre Familien im Einsatz. In einer frohen und wertschätzenden Atmosphäre bieten wir ihnen Begleitung, Bildung und Beheimatung. Unsere Kraft schöpfen wir aus der Verbindung mit Jesus Christus, aus unserem Leben in Gemeinschaft und aus vielfältigen freundschaftlichen Beziehungen. 

Wie Don Bosco sind wir davon überzeugt, dass es in jedem Menschen einen guten Kern gibt. 

 

"Schenke dem Garten deines Herzens deine Aufmerksamkeit."

Geboren am 9. Mai 1837 in Mornese, nahe Genua, wuchs Maria Mazzarello als Älteste von zehn Geschwistern in einer religiösen Familie auf. In ihrer Pfarrgemeinde war sie Mitglied einer kirchlichen Vereinigung von Frauen, deren Ziel es war, Familien zu unterstützen.

Bei einem Pflegeeinsatz während einer Typhus-Epidemie im Jahre 1860 erkrankte Maria schwer. Nach ihrer Genesung konnte  sie der schweren körperlichen Arbeit im Weinberg nicht mehr nachgehen. Gemeinsam mit ihrer Freundin Petronilla erlernte sie daher den Beruf der Schneiderin. Zusammen gründeten sie eine kleine Nähschule, in der die Mädchen des Dorfes nicht nur Nähen und Sticken lernten, sondern im gemeinsamen Singen, Spielen und Beten auch Gemeinschaft erfuhren. 

1864 kam es in Mornese zur ersten Begegnung zwischen Maria Mazzarello und Don Bosco. Maria war sehr begeistert von der Arbeit und den Idealen Don Boscos. Don Bosco seinerseits war beeindruckt vom Einsatz und dem Lebensstil der Frauengruppe, der Maria angehörte. Er blieb mit ihnen in Kontakt und gründete mit einigen von ihnen im Jahr 1872 die Gemeinschaft der Don Bosco Schwestern. Die Begeisterung dieser jungen Frauen war ansteckend und führte zu einer raschen Ausbreitung des neuen Ordens. Die Grenzen Italiens und Europas wurden bald überschritten. 

Maria starb mit 44 Jahren am 14. Mai 1881 in Nizza Monferrato und wurde am 24. Juni 1951 heilig gesprochen. Ihr Gedenktag ist am 13. Mai.


 

"Ich bin immer so vorgegangen, wie Gott es mir eingegeben und die Umstände es erfordert haben."

Johannes Bosco wurde 1815 in Becchi, nahe Turin, geboren. Als er zwei Jahre alt war, starb sein Vater an einer Lungenentzündung.Die wirtschaftliche Situation der Familie war zeitweise sehr prekär. 

In dieser Zeit, so erzählte Don Bosco später, habe Christus ihm in einem Traum sein zukünftiges Arbeitsfeld gezeigt: Der Einsatz für die Straßenkinder Turins.

Neben seiner schulischen Ausbildung erlernte er handwerkliche Fertigkeiten als Schmied, Tischler, Schneider und Kellner. Von 1835 bis 1841 studierte er in Chieri Theologie, anschließend wurde er in Turin zum Priester geweiht.

In seiner seelsorglichen Tätigkeit zeichnete sich bald seine Bestimmung zur Erziehung Jugendlicher ab. Viele von ihnen, im Zuge der beginnenden Industrialisierung vom Land in die Stadt gekommen, waren sozial entwurzelt, arbeitslos oder straffällig geworden.

Er sammelte diese jungen Menschen um sich, gründete Wohnheime und Werkstätten und sorgte für ihre schulische, berufliche und sittlich-religiöse Bildung. 1846 fand er für seine Jugendlichen in Turin im Stadtviertel Valdocco eine ständige Bleibe.

Don Bosco war überzeugt, dass man jungen Menschen, insbesondere den vernachlässigten unter ihnen, nicht mit Strenge, sondern mit Güte begegnen muss. Mit diesem Ansatz wirkte er dem repressiven Erziehungssystem seiner Zeit entgegen.

Für seine erzieherische Aufgabe gewann er Mitarbeiter und gründete 1859 die Gesellschaft des hl. Franz von Sales - heute Salesianer Don Boscos genannt. Gemeinsam mit Maria Domenica Mazzarello rief er die Vereinigung der "Töchter Mariä der Hilfe der Christen" ins Leben - im deutschsprachigen Raum heute Don Bosco Schwestern genannt.

Don Bosco starb am 31. Jänner 1888 in Turin und wurde an einem Ostersonntag, dem 1. April 1934, heilig gesprochen. 

Derzeit wirken über 11.000 Don Bosco Schwestern in 96 Ländern. 

In Afrika leben ca. 560 Don Bosco Schwestern in 103 Gemeinschaften in 25 Ländern. Sie leiten dort u.a. Waisenhäuser, Kinder- und Jugendzentren, Alphabetisierungskurse, Berufsschulen, kleine Krankenstationen und Zentren zum Schutz und zur Förderung von Mädchen und Frauen. 

In Amerika leben ca. 3.500 Don Bosco Schwestern in 377 Gemeinschaften in 23 Ländern. Neben vielen Schulen, daruner auch Abendschulen für die Armen, gibt es dort Kinder- und Jugendzentren, Missionszentren für Indios und Campesinos, Häuser für Straßenkinder, verschiedene Aktivitäten in Pfarreien und geistlichen Zentren und Gemeinschaften mitten in den Favelas. 

In Asien leben ca. 2.600 Don Bosco Schwestern in 356 Gemeinschaften in 22 Ländern. Schwerpunket der Arbeit sind die Schulen, Alphabetisierung, Zentren zur Förderung der Frau, Häuser für gefährdete Mädchen und Frauen.

In Europa leben ca. 5.000 Don Bosco Schwestern in 414 Gemeinschaften in 22 Ländern. Hier liegt der Aufgabenschwerpunkt in der schulischen Bildung vom Elementarbereich bis zur Universität, in der Freizeitgestaltung, in der Pfarreien und Zentren für Spiritualität.

In Ozeanien (Australien und div. Inselstaaten) leben 43 Don Bosco Schwestern in 9 Gemeinschaften in 3 Ländern. Sie unterreichten dort hauptsächlich in Schulen. Ein anderer Schwerpunkt ist die Mithilfe in Pfarreien, bei Freizeitaktivitäten sowie in religiöser Bildung.

Stand: 2019

VIDES - Internationaler Freiwilligendienst der Don Bosco Schwestern

Junge Erwachsene ab 18 können die Arbeit der Don Bosco Schwestern durch einen freiwilligen Einsatz unterstützen. Sie arbeiten in einem internationalen Kontext meist als Animatorinnen im Freizeitbereich, als Lehrerinnen an einer Schule oder als Erzieherinnen im Wohnbereich. Sie weiten auf diese Weise ihren Horizont, sammeln wertvolle Erfahrungen und stärken ihre Persönlichkeit.

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Anschrift

Geistliches Zentrum und Tagungsort der Don Bosco Schwestern
Schloss Wohlgemutsheim
Schloßstraße 4
A-6121 Baumkirchen

Tel: +43 5224 52961
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